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Greenhouse und Plantagen

2018 | Die Grundnahrung für die Kinder bestand bis zum Bau des Greenhouses ausschliesslich aus Maisbrei.

Die einseitige Ernährung in Goshene, die fast ausschliesslich aus Ugali (Maismehlbrei) bestand, führte bei vielen Kindern zu deutlichen Anzeichen von Mangelernährung. Eine Veränderung war dringend nötig. Mit dem Bau der beiden Regenwassertanks im Jahr 2016 – die wir zunächst mit einem Zisternenwagen füllen liessen – glaubten wir, die Grundlage für einen kleinen Garten geschaffen zu haben.


Voller Optimismus und gemeinsam mit den Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern legten wir kurz vor der erwarteten Regenzeit einen Gemüse- und einen Bananengarten an. Doch die Natur machte uns einen Strich durch die Rechnung: Beide Regenzeiten fielen 2016 aus. Die extreme Dürre löste in Ostafrika eine humanitäre Krise aus, der viele Menschen und Tiere zum Opfer fielen. Auch unser frisch angelegter Garten vertrocknete vollständig.


Dank grosszügiger Spenden konnten wir die Wassertanks erneut füllen lassen, sodass in Goshene niemand verdursten musste – weder Menschen noch Tiere.

Währenddessen suchten wir weiter nach einer nachhaltigen Lösung für den «Pflanzplätz». Ein Brunnen kam nicht infrage, da das Grundwasser in dieser Region erst in rund 70 Metern Tiefe liegt. Schliesslich entschieden wir uns, einen Abzweiger von der staatlichen Wasserleitung (Kilifi–Ganze) zu bauen und direkt auf das Grundstück von Mama Alice zu führen. Dafür waren zahlreiche Abklärungen beim Wasserbüro Kilifi sowie eine Wasseruhr notwendig. Unsere lokalen Helfer, Safari und Charo, übernahmen diese wichtigen Schritte und bereiteten alles vor, sodass wir bei unserem nächsten Einsatz sofort mit dem Graben und dem Leitungsbau beginnen konnten.


Mit der Unterstützung der Organisation Infonet Biovision, die uns wertvolles Wissen über den Gartenbau unter kenianischen Bedingungen vermittelte, konnten wir den Anbau neu aufbauen – diesmal fachgerecht und standortgerecht. Heute wachsen in Goshene nicht nur Bananen, sondern auch afrikanische Landkartoffeln, Süsskartoffeln, Wassermelonen, Tomaten, Stangenbohnen und weitere robuste Pflanzen, die den Kindern eine deutlich vielfältigere und gesündere Ernährung ermöglichen.

Bilder zum Projekt

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