Haus Mama Alice

Neubau Wohnhaus für die Leitung Waisenhaus und Tagesstätte | 3. bis 30. März 2022

Mama Alice (Alice Kasomi) spendete das Land, auf dem das heutige Waisenhaus steht und leitet die Einrichtung 365 Tage im Jahr unentgeltlich, ohne selber ein geeignetes Haus zu haben.


Alice (Jahrgang 1954) arbeitete früher als Schulleiterin in Mombasa. Mit 52 Jahren erlitt sie einen Schlaganfall und war einseitig gelähmt. Aus Dankbarkeit, dass sie wieder gesund wurde, stellte sie ein Stück Land für ein Waisenhaus zur Verfügung und übernahm die Leitung. Mittlerweile hat sie das Land einer eigens dafür gegründeten Organisation überschrieben, «Goshene Good Hope School», so dass die Institution auch über ihren Tod hinaus weitergeführt werden kann.

Mama Alice wohnt ausserhalb des mittlerweile eingezäunten Grundstücks in einer einfachen, baufälligen Hütte ohne sanitäre Anlagen und ohne Küche. Mama Alice ist eine äussert tapfere und «gestandene» Frau, doch die Schlangennester in ihrer Hütte, die nicht auszurotten sind, davor ekelt sie sich...


Bereits länger hatten wir im Kopf: «Wir bauen ihr ein Steinhaus, das im eingezäunten Bereich stehen wird, mit Toilette, Waschgelegenheit und Küche».

Die Spendengelder waren Ende 2021 über das Crowdfunding wemakeit zusammengekommen.

An dieser Stelle nochmals ein riesiges Danke-schön an alle SpenderInnen und allen freiwilligen HelferInnen in der Schweiz, die sich mit viel Herzblut für Goshene engagieren!

 

Die Pläne für das neue Haus hatte Peter schon lange auf dem Tisch bzw. im Koffer, doch die Corona-Lage liess es nicht zu, im Januar nach Kenia zu reisen. Endlich war es so weit, am 3. März 2022 flog er via Doha nach Nairobi. Leider wurde der gebuchte und bezahlte Weiterflug nach Malindi kurzerhand gestrichen. Nach einigen stressigen Stunden ergatterte Peter noch einen Inlandflug nach Ukunda, 80 km westlich von Mombasa. Zum Glück konnte er auf seinen Freund Safari zählen, der ihn in Ukunda mit dem Auto abholte und nach Kilifi fuhr (zum Ausgangspunkt für das Projekt). Auch der gebuchte Mietwagen wurde von Malindi nach Kilifi ins Hotel geliefert. So konnte Peter am nächsten Morgen in Goshene mit der Arbeit starten. Viele Buschbewohner, die uns mittlerweile kennen, waren sofort zur Stelle, um anzupacken – voller Motivation, von Hand und Barfuss setzten sie sich unermüdlich ein.

Nach knappen drei Wochen war das Haus bezugsbereit, natürlich dank unserem Multi-Talent Peter, der vom Planer, Bauherrn, Polier, Maurer, Elektriker, Solarmonteur, Maler, Schreiner so ziemlich alles organisierte, selber Hand anlegte und das ganze Bauvorhaben managte - mit grossem Erfolg!

 

Die Highlights


Charo, unser Mann vor Ort, hatte es geschafft, mit der im letzten Jahr mitgebrachten Bernina-Nähmaschine, Jg. 1985, alte Vorhänge umzuarbeiten. Sie konnten bereits im Haus von Mama Alice montiert werden. Bravo!

Nicht zu vergessen, Safari, der zweite Mann vor Ort. Dank seiner Kenntnisse in Solar-Anlagen und seinem ehrenamtlichen Einsatz, war es möglich, auf dem Dach eine Solaranlage zu installieren. So gibt es nun bei Alice Strom für Licht und den Betrieb des Kühlschranks, wo die Medikamente sicher aufbewahrt werden können.


Mama Alice vor ihrer alten Hütte

Bilder zum Projekt